Wildbienen

Wildbienen

Im Gegensatz zur Honigbiene, von der es weltweit nur insgesamt 9 Arten gibt, kommen allein in Mitteleuropa etwa 750 Wildbienenarten vor. Anders als bei unseren Honigbienen, gibt es bei den Wildbienen zahlreiche echte Spezialisten, die nur Pollen bestimmter Pflanzenfamilien und -gattungen zur Aufzucht der Larven verwenden können. Einige sind sogar auf einzelne Pflanzenarten spezialisiert, wie z.B. die Natternkopf-Mauerbiene.

 

Aufgrund der speziellen Ansprüche an bestimmte Pollen, sind die Wildbienen von der Verarmung des Blütenangebotes in unserer Kulturlandschaft stärker als die Honigbienen betroffen. Bei dem Wort „Biene“ denken wir unwillkürlich an staatenbildende Insekten - die weitaus größere Zahl der nestbauenden Bienen oder Sammelbienen lebt aber einzeln als sogenannte „Einsiedlerbiene“ oder Solitärbiene. Die meisten Wildbienenarten haben nur eine Generation im Jahr und überdauern den Winter als Vorpuppe oder Königin (Erdhummel)

 

 

Wildbienenarten sind, wie bei den Tracht-pflanzen auch in der Wahl ihrer Nistplätze hochspezialisiert. Es ist daher von entscheidender Bedeutung für die Ver-breitung einer Bienenart, ob und in welcher Häufigkeit geeignete, nämlich artspezifische Nistplätze zur Verfügung stehen.Einige der Wildbienen nisten in leeren Schneckenhäusern, andere in markhaltigen trockenen Pflanzenstängeln und wiederum andere brauchen vegetationsfreien Boden, stehendes oder liegendes Totholz.

 

Die Bereitstellung von Nistplätzen und Nist-requisiten, wie morsches Holz, schafft die notwendigen Kleinstrukturen und damit die Existenzgrundlage für viele Arten.Abgeblühte Bestände von Stauden, wie beispielsweise der Königskerzen können im nächsten Jahr als Nistplatz dienen, wenn nur noch die dürren Stängel vorhanden sind. Voraussetzung für eine erfolgreiche Besiedelung ist natürlich, dass die Stängel auch im zweiten Jahr stehen bleiben und nicht abgeschnitten werden.Noch mehr als Honigbienen sind die Wild-bienen darauf angewiesen, dass kontinuier-lich ein ausreichendes Nahrungsangebot zur Verfügung steht. Werden große Flächen vollständig abgeerntet oder gemäht, sind die Wildbienenarten akut gefährdet.

Das Projekt wird gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirt- schaft und Forsten, den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des länd- lichen Raumes sowie die Biosphärenregion Berchtesgadener Land.

  • Start und Ziel
  • Biene in Gefahr
  • Obstbau
  • Wildbienen
  • Honigbiene
  • Bienenhaus
  • Bienengarten
  • Bienenweide
  • Totholz
  • Quellen des Honigs